Buchempfehlung


Die 4-Stunden-Woche
Mehr Zeit, mehr Geld, mehr LebenVon Timothy Ferriss
Econ © 2008
341 Seiten
Take-aways
- Wer weniger arbeitet, muss nicht weniger verdienen. E s geht sogar umgekehr t.
- Das System dazu heisst DEAL: Definition (ihres Z iels), E limination und Automation (aller einfachen Arbeiten) und Liberation (aus der Arbeitsroutine).
- Setzen Sie sich unrealistische Z iele. Andere werden davor zurückscheuen also stehen die Chancen für Sie umso besser.
- Praktizieren Sie “Management by Absence” – viele Probleme klären sich ohne I hr Z utun.
- Begegnen Sie dem I nformations-Overkill mit einer gesunden Por tion Ignoranz: keine Z eitung, kein Fernsehen, E -Mails einmal pro Tag checken.
- Delegieren Sie alles, was Sie von I hrer Hauptaufgabe abhält. Dienstleister wie Brickwork oder YMII in I ndien können I hnen die unterschiedlichsten Dinge abnehmen.
- Überzeugen Sie I hren Chef von Telearbeit, das gibt I hnen mehr Flexibilität.
- Machen Sie sich selbstständig, indem Sie zuerst einen N ischenmarkt suchen und dann das passende Produkt dafür. Keine Dienstleistung, das wäre zu aufwendig.
- Schalten Sie eine Test-Website auf und werben Sie mit Google AdWords. Finden genügend Besucher auf I hre Seite, beginnen Sie mit der Produktion.
Empfehlung
Eines vorweg: Dieses Buch ist eine Mogelpackung. Wer wirklich glaubt,
dass Timothy Ferriss eine 4-Stunden-Woche hat, braucht sich nur mal
sein Blog anzuschauen. Aber: Dieses Buch ist auch ein wohltuender Tritt
in den Hintern für alle Aufschieber und Bürolethargiker, die es einfach
nicht hinbekommen, ihr Leben zu ändern. Viele Tipps und Prinzipien sind
tatsächlich praktikabel, wenn auch nicht gerade revolutionär. Die wirklich
spannenden Dinge allerdings – Stichwort: Outsourcing der Routinearbeit –
werden vielerorts schon aus G ründen der Sicherheit nicht funktionieren
und sind zu offensichtlich von Ferriss’ Persönlichkeit und seinem G eschäftsmodell
(Internetshop) abgeleitet. Wer also die Ratschläge des
weltenbummelnden Teil- und Freizeitlers nicht eins zu eins umsetzen
kann, hat zwei Möglichkeiten: E ntweder, er schmeisst seinen aktuellen
Job hin. Oder er gibt sich mit ein paar Stunden Z eitersparnis pro Monat
zufrieden. E rsteres empfiehlt getAbstract allen, die im Herzen schon
immer E ntrepreneurs waren. Letzteres allen Angestellten, die ihre Work-
Life-Balance wenigstens hie und da in der Hängematte suchen wollen.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 8 |
| Umsetzbarkeit | 7 |
| Innovationsgrad | 7
|
| Stil | 10
|

Finanzblasen
... und warum sie so wichtig für dieWirtschaft sind
Von Daniel G ross
FinanzBuch © 2008
146 Seiten
Take-aways
- Finanzblasen treten in unregelmässigen Abständen unverhofft auf.
- Eine Blase kann entstehen, wenn einige wenige einen Trend ausfindig machen und immer mehr I nvestoren und Spekulanten sich ihnen anschliessen.
- Je mehr Leute Gewinne abschöpfen können, umso mehr bläht sich die Blase auf – bis sie platzt.
- Nicht immer ist das Platzen der Blase eine Katastrophe; manchmal kann die entstandene Technologie oder Infrastruktur erst danach sinnvoll genutzt werden.
- Die Erfindung der Telegrafie beflügelte um 1850 Amerika. Viele Unternehmen investierten reichlich Geld, das sie schliesslich verloren.
- Auch im E isenbahnwesen der USA gab es E nde des 19. Jahrhunderts einen Crash; danach entstanden ganz neue G eschäftsmodelle, zum Beispiel der Versandhandel.
- Der Börsenkrach von 1929 förderte die Einführung der Börsenaufsicht und die Einlagensicherung.
- Die Dotcom-Blase hinterliess nach ihrem Platzen schnelle Glasfaserverbindungen.
- Nach der Immobilienblase folgt bereits ein neuer Megatrend, der schnell zu einer Finanzblase werden könnte: das Boomthema “erneuerbare Energie”. Als Anleger sollten Sie nternehmen meiden, die während des Aufbaus der Blase fusionieren, und stattdessen auf solche setzen, die im Abschwung fusionieren.
Empfehlung
Daniel G ross ist Optimist. Der amerikanische Finanzkolumnist kann
selbst den grössten Finanzblasen der letzten 150 Jahre etwas Positives
abgewinnen. Seine These: Der irrationale Überschwang beim Aufbau
einer Blase ist nur das Vorspiel. E rst wenn die meisten Unternehmen
in Trümmern liegen, Milliarden die Besitzer gewechselt haben und die
Branche brachliegt, kommen die eigentlichen N utzer zum Z uge. G ross
nimmt seine Leser mit auf einen Ritt durch die G eschichte und demonstriert
seine These anhand der Spekulationsblasen, die den Aufstieg der
Telegrafie, der E isenbahn, der billigen Kredite vor dem Börsencrash 1929
und schliesslich der N ew E conomy und des I mmobilienbooms begleitet
haben. Die deutsche Übersetzung des Buchs ist leider nicht durchweg
gelungen und lässt den saloppen, unverfrorenen Stil des Autors hin und
wieder gestelzt klingen. getAbstract empfiehlt das Buch allen Anlegern,
privaten wie institutionellen, als unterhaltsame Lehrstunde.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 7
|
| Umsetzbarkeit | 4
|
| Innovationsgrad | 7
|
| Stil | 9
|


