Buchempfehlung


The Future of Management
Von Gary Hamel
Harvard Business School Press © 2007
288 Seiten
Take-aways
- Die Wissenschaft vom Management steht vor einem Paradigmenwechsel.
- Die klassischen Managementtheorien waren durchaus erfolgreich, aber ihre Zeit ist vorbei.
- Nirgends zahlen sich Innovationen mehr aus als im Managementbereich. Deshalb muss sich hier unbedingt etwas ändern.
- Versuchen Sie ein demokratisches Unternehmen zu schaffen, in dem sich die Arbeitskräfte weitgehend selbst managen.
- Ein weit verzweigter Informationsfluss ist besser als eine strikte vertikale Hierarchie.
- Jeder soll innovativ sein können. Geben Sie Ihren Leuten Zeit, damit sie ihre Ideen verfolgen können.
- Sie können Ihr Management erneuern, indem Sie sich an den Modellen erfolgreicher politischer Systeme orientieren, etwa an Demokratien oder Städten.
- Oder Sie halten sich an das Modell der Evolution: Machen Sie Experimente, lernen Sie aus Ihren Fehlern und finden Sie heraus, was funktioniert.
- Oder an das Modell des freien Marktes: Nutzen Sie das Kollektivwissen des Unternehmens und profitieren Sie von den Leidenschaften Einzelner.
- Schliesslich können Sie das Modell der Spiritualität nutzen: Geben Sie Ihrer Tätigkeit einen höheren Sinn und inspirieren Sie damit Ihr Unternehmen zu wichtigen Veränderungen.
Empfehlung
Ein gut durchdachtes, ambitioniertes und faszinierendes Buch. Gary Hamel geht von der Idee des Paradigmenwechsels aus, wie sie Thomas Kuhn in seinem einflussreichen Werk “The Structure of Scientific Revolutions” entwickelt hat. Hamel überträgt Kuhns Konzept aufs Management und plädiert auf überzeugende Weise dafür, die bestehende Managementpraxis und ihre Theorien grundsätzlich zu überdenken. Erfrischend neu sind die Quellen, aus denen er seine Inspiration schöpft: So schlägt er vor, das Management nach den Prinzipien von Google, der Evolutionsbiologie oder nach dem Vorbild der Religion neu zu erfinden. Sicher: Nicht alle seine Konzepte sind revolutionär genug, um das angestrebte radikale Umdenken einzuläuten.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 8 |
| Umsetzbarkeit | 9 |
| Innovationsgrad | 7 |
| Stil | 8 |

Darwins Erben
Warum Unternehmen nur
durch Innovationen langfristig
am Markt überleben
Von Geoffrey A. Moore
Finanzbuch © 2007
261 Seiten
Take-aways
- Ganz nach den Regeln der Evolution müssen Sie Ihr Unternehmen immer wieder den geänderten Rahmenbedingungen anpassen und neu erfinden.
- Von Ihren Mitbewerbern können Sie sich nur abgrenzen, wenn Sie den Mut zu einsamen Entscheidungen haben.
- Die Geschäftsmodelle des Massenmarktes unterscheiden sich grundsätzlich von Modellen komplexer Systeme. Je nach Modell sind andere Taktiken angebracht.
- Der Lebenszyklus eines Produkts erfordert in jeder Phase eine andere Art der Innovation.
- Konzentrieren Sie sich auf einen Innovationstyp; verfolgen Sie diesen konsequent!
- Völlig neue Produktkategorien beinhalten die grössten Risiken.
- Verzichten Sie auf die vermeintliche Aufwertung von Produkten durch Kopieren der Konkurrenz – das wird vom Markt nicht honoriert.
- Für Prozessinnovationen müssen Sie die gesamte Wertschöpfungskette in einzelne Module zerlegen.
- Innovationen neigen dazu, sich ungeordnet zu entwickeln. Achten Sie auf gute Koordination auf allen Ebenen der Organisation.
- Setzen Sie Ihr Personal nach seinen Stärken ein. Verlagern Sie frei gewordene Mitarbeiter in innovative Organisationseinheiten, anstatt sie zu entlassen.
Empfehlung
Kann sich ein Unternehmen immer wieder neu erfinden und sich den ständig ändernden Marktbedingungen anpassen? Dringend nötig wäre es, findet Geoffrey A. Moore. In der laufenden Innovation sieht er die einzige Chance, dem Druck des globalen Wettbewerbs standzuhalten. Aber Innovation ist nicht gleich Innovation: Der Autor kategorisiert alle denkbaren Typen der Erneuerung und setzt sie systematisch zu den klassischen Geschäftsarchitekturen und Produktlebenszyklen in Bezug. Dabei entsteht ein tauglicher Wegweiser für wirksame Innovationsstrategien im Unternehmen. Besonders lesenswert sind die zahlreichen Fallstudien und Beispiele – nicht zuletzt deshalb, weil Moore dort auf seinen bisweilen arg akademischen Stil verzichtet und zeigt, dass er auch ganz praktisch-konkret werden kann.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 7 |
| Umsetzbarkeit | 7 |
| Innovationsgrad | 7 |
| Stil | 6 |


