Buchempfehlung


Cashquelle
Innovation
Wie aus Ideen Gewinne sprudeln
Von James P. Andrew, Harold L. Sirkin
Hanser © 2007, 220 Seiten
Take-aways
- Das Ziel jeder Innovation ist es, damit Gewinn zu machen.
- Der Weg zum Profit ist ein Prozess, der gesteuert werden muss.
- Um die Kosten, den Break-even und die Gewinne von Innovationen berechnen zu können, brauchen Sie die richtigen Instrumente.
- Daran mangelt es fast allen Unternehmen: Sie feiern “erfolgreiche” Innovationen, ohne dass diese jemals Gewinn abwerfen.
- Ein sinnvolles Instrument ist die Gewinnkurve. Sie berücksichtigt Start-up-Kosten, Time-to-Market, Volumengrösse und -geschwindigkeit sowie Folgekosten.
- Die Gewinnkurve zwingt Sie dazu, Innovationsprozesse ganzheitlich zu bewerten.
- Es gibt drei Möglichkeiten, eine Innovation zu vermarkten: alles selbst machen, kooperieren oder lizenzieren.
- Innovative Unternehmen zeichnen sich durch die Bereitschaft aus, Risiken einzugehen und Fehler nicht umgehend zu bestrafen.
- Das Topmanagement muss diesen Mut zum Risiko vorleben. Taten zählen.
- Die schwierigste Aufgabe für Manager besteht darin, erfolgreichen Bereichen, deren Innovationskraft erlahmt, die Ressourcen zu
kürzen.
Empfehlung
Unternehmen sind zur Innovation verdammt: Wer beim Tempo der Veränderung nicht mithalten kann, geht unter. Entsprechend frustriert sind viele Manager, wenn sie jede Menge Geld in Forschung und Entwicklung stecken und dennoch einen Rohrkrepierer nach dem anderen zünden. James P. Andrew und Harold L. Sirkin haben gewisse Vermutungen, woran das liegen könnte. Die beiden Unternehmensberater der Boston Consulting Group schlagen in diesem Buch Verfahren vor, die den angestrebten Gewinn in den Fokus rücken. Darauf, und nur darauf, werden alle Prozesse konsequent ausgerichtet. Wenn Andrew und Sirkin über Hürden und Barrikaden in den Unternehmen sprechen, wird sich so manche Führungskraft insgeheim eingestehen: Ertappt! getAbstract empfiehlt das fundierte, an Beispielen reiche Buch allen Managern, die willens sind, Innovationsprozesse zu überdenken und zu optimieren.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 7 |
| Umsetzbarkeit | 8 |
| Innovationsgrad | 7 |
| Stil | 6 |

Pricing leicht gemacht
Höhere Gewinne durch optimale
Preisgestaltung
Von Werner Pepels
Redline Wirtschaft © 2006, 232 Seiten
Take-aways
- Viele Unternehmen orientieren sich bei der Preisbestimmung nur am unteren Grenzwert, den Herstellungskosten.
- Dabei übersehen sie, dass Kunden evtl. erheblich mehr zu zahlen bereit sind, und verschenken Gewinn.
- Andererseits wird oft zu schnell Rabatt gewährt, wo hart verhandelt werden müsste. Rabatt schmälert direkt den Gewinn.
- Durch einen möglichst hohen Preis erreichen Sie schneller den Break-even und verringern Ihr unternehmerisches Risiko.
- Ein teures Produkt wird als qualitativ höherwertig wahrgenommen als ein billiges.
- Eine gute Marke kann ein ganzes Produktsortiment aufwerten.
- Zur Preisgestaltung gehört es auch, den Preis optisch darzustellen. Das bedeutet unter anderem die Vermeidung glatter Summen.
- Ebenso wie der Preis steuert Ihre Angebotsmenge den Gewinn. Kontrollieren Sie also Ihren Gewinn auch über die abgesetzten Stückzahlen.
- Traditionell beginnen Unternehmen die Planung mit der Kostenberechnung. Starten Sie dagegen mit der Ansetzung des höchstmöglichen Preises.
- Schaffen Sie einen Testmarkt mit variablen Preisen und vergleichen Sie die jeweils verkauften Produktmengen.
Empfehlung
Traditionell stehen in Unternehmen die Kosten im Mittelpunkt der Preisbetrachtung. Genau das kritisiert der Verfasser dieses Buches vehement und spricht sich für eine völlig neue Sichtweise aus, orientiert an Angebot und Nachfrage ebenso wie an der Wahrnehmung des Angebots durch die Kunden: “Was sind sie bereit zu zahlen?”, lautet demnach die entscheidende Frage. Schrittweise führt Werner Pepels den Leser von grundlegenden Betrachtungen bis in die komplexe Zahlenwelt des Marketings. Sein Werk wendet sich ebenso ausdrücklich an Nachwuchsführungskräfte wie an erfahrene Produktmanager. Tatsächlich wird dieser kühl argumentierende Ansatz auch alten Hasen Neues vermitteln. Störend wirkt das geschwollene Professorendeutsch mit nicht enden wollenden Bandwurmsätzen. Zudem fallen Redundanzen und Selbstverständlichkeiten auf: “Die Überwindung kurzfristiger Liquiditätsengpässe durch vorübergehende Preissenkung mit sprunghaftem Nachfrageanstieg ist möglich.” Wer hätte das gedacht?
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 7 |
| Umsetzbarkeit | 9 |
| Innovationsgrad | 6 |
| Stil | 5 |


