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Buchempfehlung


Der Twitter-Faktor


Kommunikation auf den Punkt gebracht

Von Stefan Berns, Dirk Henningsen
BusinessVillage © 2009, 308 Seiten













Take-aways

Empfehlung
Eine über Twitter gesendete Nachricht, ein «Tweet», ist wie eine SMS an die ganze Welt. Jeder, der diese Nachricht mitkriegen will, darf sie empfangen – soll das sogar. Was anfangs vor allem dem zwischenmenschlichen Austausch diente, nutzen mittlerweile auch Unternehmen. Nützlich und sinnvoll twittern diese vor allem dann, so die Autoren Stefan Berns und Dirk Henningsen, wenn sie nicht vergessen, dass es um den Austausch zwischen real existierenden Menschen geht. Twitter ist nicht, wie die herkömmliche Werbung, eine Einbahnstrasse. Vielmehr fordert dieser Kommunikationskanal von den Unternehmen, in den Dialog mit den Kunden zu treten. Darauf sind viele Firmen noch nicht eingestellt. Deshalb nutzen vor allem internetaffine Freiberufler den neuen Kanal zum Aufbau und Vertiefen von Kontakten. Ihnen empfiehlt getAbstract dieses Buch ebenso wie allen KMU-Managern sowie Marketingmanagern in grösseren Unternehmen, die darüber nachdenken, ob und wie sie Twitter nutzen können.



Rating (bester Wert 10)

Gesamt-Rating 8
Umsetzbarkeit 8
Innovationsgrad 9
Stil 8


 

Aufbrechen!


Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen

Von Gunter Dueck
Eichborn © 2010, 224 Seiten













Take-aways

Empfehlung
An Mut und Originalität fehlt es Gunter Dueck nicht: «Die Dienstleistungsgesellschaft zerfällt», sagt er, «darum müssen alle studieren.» Statt seine Thesen an eine Kirchentür zu nageln, publiziert er sie in schöner Regelmässigkeit in einem neuen Buch. Allerdings weiss man bei ihm nie so recht, ob er gerade bitterböse Satire oder hellsichtige Zukunftsschau betreibt. «Aufbrechen!» ist beides und obendrein noch ein politisches Plädoyer für ein neues Menschenbild. Duecks Credo: Weg von der Zuckerbrot-und-Peitsche-Mentalität, weg vom Auf-Teufel-komm-raus-Gesundschrumpfen, hin zur Förderung von Toleranz, Lernbereitschaft und Zuversicht, die der IBM-Cheftechnologe am liebsten gleich im deutschen Grundgesetz verankern würde. In einem Vortrag erklärte Dueck einmal, dass jeder Wissenschaftler irgendwann in seiner Karriere mit seinen Thesen recht hätte, weil sich die äusseren Umstände in regelmässigen Zyklen ändern würden. Da kann man nur hoffen, dass es Dueck genauso geht, vor allem was sein positives Menschenbild betrifft. In anderen Dingen kann man mit ihm getrost uneins sein, aber anregend ist die Lektüre allemal, meint getAbstract – besonders für Manager, Politiker und Sozialwissenschaftler.


Rating (bester Wert 10)

Gesamt-Rating 9
Umsetzbarkeit 8
Innovationsgrad 9
Stil 9