Buchempfehlung


Der Twitter-Faktor
Kommunikation auf den Punkt gebracht
Von Stefan Berns, Dirk Henningsen
BusinessVillage © 2009, 308 Seiten
Take-aways
- Twitter-Nachrichten sind wie SMS, die sich an möglichst viele Empfänger richten.
- Bei maximal 140 Zeichen muss eine Nachricht – «Tweet» genannt – aussagekräftig sein.
- Unternehmen können Tweets nutzen, um über Angebote zu informieren, sich als Experten zu positionieren und sich für Kundenfragen zu öffnen.
- Über interessante Informationen und Dienste lassen sich «Follower», das heisst regelmässige Leser, gewinnen.
- Twittern ist Austausch zwischen Menschen: Dieser Kerngedanke sollte auch beim Unternehmens-Twittern erkennbar bleiben.
- Andererseits dürfen Unternehmens-Twitterer nicht unter falscher «privater» Flagge segeln: Fliegt die Täuschung auf, ist der Ruf ruiniert.
- Wenn Unternehmen sich auf Twitter einlassen, müssen sie zum Dialog bereit sein. Dazu bedarf es einer neuen Offenheit in der Kommunikation nach aussen.
- Mit Twitter können Sie schnell auf Internet-Nachrichten und Gerüchte reagieren.
- Für Freiberufler und KMU ist Twitter ideal, um (Kunden-)Kontakte zu knüpfen.
Empfehlung
Eine über Twitter gesendete Nachricht, ein «Tweet», ist wie eine SMS an die ganze Welt. Jeder, der diese Nachricht mitkriegen will, darf sie empfangen – soll das sogar. Was anfangs vor allem dem zwischenmenschlichen Austausch diente, nutzen mittlerweile auch Unternehmen. Nützlich und sinnvoll twittern diese vor allem dann, so die Autoren Stefan Berns und Dirk Henningsen, wenn sie nicht vergessen, dass es um den Austausch zwischen real existierenden Menschen geht. Twitter ist nicht, wie die herkömmliche Werbung, eine Einbahnstrasse. Vielmehr fordert dieser Kommunikationskanal von den Unternehmen, in den Dialog mit den Kunden zu treten. Darauf sind viele Firmen noch nicht eingestellt. Deshalb nutzen vor allem internetaffine Freiberufler den neuen Kanal zum Aufbau und Vertiefen von Kontakten. Ihnen empfiehlt getAbstract dieses Buch ebenso wie allen KMU-Managern sowie Marketingmanagern in grösseren Unternehmen, die darüber nachdenken, ob und wie sie Twitter nutzen können.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 8
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| Umsetzbarkeit | 8
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| Innovationsgrad | 9
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| Stil | 8
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Aufbrechen!
Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen
Von Gunter Dueck
Eichborn © 2010, 224 Seiten
Take-aways
- Der Dienstleistungssektor wird immer mehr nach den Regeln der Effizienz-steigerung standardisiert.
- Dienstleistungen zerfallen in Routineaufgaben und Spezialistenjobs.
- Die Standardisierung führt dazu, dass viele Arbeiten vom Kunden selbst erledigt werden.
- Deutschland muss sich zu einer Exzellenzgesellschaft entwickeln, in der alle mit neuen Technologien vertraut sind.
- Ohne Breitenbildung wird es zukünftig nur noch die Alternative «Elite oder Slum» geben.
- Das Bildungssystem muss flexibler werden, um vielfach kompetente Persönlichkeiten hervorzubringen.
- Jeder muss künftig studieren – sonst verpasst er den Anschluss.
- Deutschland sollte «Culture Technologies» (Bildung und deren Vermittlung) entwickeln und exportieren.
- Der Staat muss die Infrastruktur für eine Exzellenzgesellschaft schaffen – der Markt allein schafft das nicht.
Empfehlung
An Mut und Originalität fehlt es Gunter Dueck nicht: «Die Dienstleistungsgesellschaft zerfällt», sagt er, «darum müssen alle studieren.» Statt seine Thesen an eine Kirchentür zu nageln, publiziert er sie in schöner Regelmässigkeit in einem neuen Buch. Allerdings weiss man bei ihm nie so recht, ob er gerade bitterböse Satire oder hellsichtige Zukunftsschau betreibt. «Aufbrechen!» ist beides und obendrein noch ein politisches Plädoyer für ein neues Menschenbild. Duecks Credo: Weg von der Zuckerbrot-und-Peitsche-Mentalität, weg vom Auf-Teufel-komm-raus-Gesundschrumpfen, hin zur Förderung von Toleranz, Lernbereitschaft und Zuversicht, die der IBM-Cheftechnologe am liebsten gleich im deutschen Grundgesetz verankern würde. In einem Vortrag erklärte Dueck einmal, dass jeder Wissenschaftler irgendwann in seiner Karriere mit seinen Thesen recht hätte, weil sich die äusseren Umstände in regelmässigen Zyklen ändern würden. Da kann man nur hoffen, dass es Dueck genauso geht, vor allem was sein positives Menschenbild betrifft. In anderen Dingen kann man mit ihm getrost uneins sein, aber anregend ist die Lektüre allemal, meint getAbstract – besonders für Manager, Politiker und Sozialwissenschaftler.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 9
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| Umsetzbarkeit | 8
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| Innovationsgrad | 9
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| Stil | 9
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