Buchempfehlung


Verkaufschance
Web 2.0
Dialoge fördern, Absätze steigern, neue Märkte erschliessen
Von Martin Knappe, Alexander Kracklauer
Gabler © 2007
175 Seiten
Take-aways
- Web 2.0 bedeutet vor allem Social Networking, also die Vernetzung der Internetnutzer in Communities.
- Zu den wichtigsten Merkmalen des Web 2.0 gehören Blogs, Podcasts, Foren und die Verschlagwortung von Beiträgen durch Tags.
- Das Web 2.0 lebt von der kreativen Zusammenarbeit seiner Nutzer.
- Durch das Web 2.0 wandelt sich die Rolle des Konsumenten: Bei seiner Kaufentscheidung greift er immer öfter auf die Meinungen anderer Nutzer zurück.
- Der Austausch über die Qualität von Produkten und Dienstleistungen macht den Markt transparenter und verschiebt die Marktmacht in Richtung der Konsumenten.
- Marketingintensive Blockbuster-Produkte können zukünftig immer seltener in den Markt gedrückt werden stattdessen gibt es einen “long tail” von Nischenprodukten.
- Auch die Macht der Mitarbeiter steigt: Wenn sie Missstände im eigenen Unternehmen aufdecken wollen, finden sie schnell und anonym Gleichgesinnte in der Community.
- Die Versuchung, Blogs und Foren verdeckt zu kommerzialisieren, ist gross. Wenn die Unternehmen dabei auffliegen, ist der Imageverlust riesig.
- Die Foren des Web 2.0 lassen sich hervorragend als Stimmungsbarometer für die eigenen Produkte verwenden. Für das Customer Relationship Management bietet das Web 2.0 vielfältige Quellen, um die potenzielle Zielgruppe besser kennenzulernen.
Empfehlung
“Web 2.0” ist ein Buzzword. Überall liest man davon, doch kaum jemand weiss wirklich etwas damit anzufangen. Am allerwenigsten die Manager von Unternehmen klassischer Branchen. Aber auch sie betrifft das Web 2.0, und darum wenden sich die Autoren dieses Buches vor allem an Einsteiger, die sich schnell über die Potenziale des “Mitmach-Webs” informieren wollen. Wie ticken die vernetzten Konsumenten? Wo liegen die Chancen für neue Geschäftsmodelle? Ohne allzu sehr in die Tiefe zu gehen, zeigen die Autoren, wie sich das Machtgefüge zwischen Unternehmen und Kunden im Internet verschiebt. Daneben stellen sie die wichtigsten Elemente des Web 2.0 vor: Communities, Blogs, Podcasts etc. Das Buch ist gut strukturiert, leicht lesbar, nur leider manchmal etwas redundant. getAbstract empfiehlt es allen Web-2.0-Neulingen, speziell im Marketing, die sich einen ersten Überblick verschaffen wollen.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 7
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| Umsetzbarkeit | 7
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| Innovationsgrad | 7
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| Stil | 7
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Chefsache Kunde
Consumer Insights und Customer Knowledge als Bausteine für den Geschäftserfolg. Wertvolles Wissen über Käufer und Kunden
Von Kurt Heller
Versus © 2007
211 Seiten
Take-aways
- Ein erfolgreiches Unternehmen orientiert sich nicht am Shareholder-Value, sondern an der Zufriedenheit seiner Kunden. Dann stimmt auch der Börsenkurs.
- Kunden kann man nur halten, wenn man ihre Bedürfnisse kennt und befriedigt.
- Sogenanntes Kundenwissen erlangt man durch systematisches Sammeln und Analysieren von Kundendaten.
- In einer Datenbank wird alles Relevante gespeichert; vom Alter des Kunden über seine Kaufhistorie und den Umsatz bis hin zu seinen Vorlieben und Beschwerden.
- Eine beliebte Methode der Datengewinnung sind Kundenkarten: Ihr Kunde erhält Rabatt, und Sie können sein Kaufverhalten abspeichern.
- Auch via E-Commerce (Verkauf übers Internet) kommen Sie praktisch und günstig an Kundendaten.
- Die computergestützte Datenanalyse erfordert viel Fachwissen. Wenn Sie nicht in einem Grossunternehmen tätig sind, überlassen Sie sie externen Spezialisten.
- Wichtig sind Kundengespräche: Hier erfahren Sie ungefiltert, was Ihre Kunden denken.
- Wenn Sie Ihre Kunden segmentiert haben, können Sie sie gezielt bewerben. Die Marktforschung kann Ihnen auch Auskunft über Konsumenten geben, die nicht zu Ihren Kunden gehören. Auch das ist aufschlussreich.
Empfehlung
Kunden sind wichtig, das weiss jeder Unternehmer. Doch wie man sie versteht, zufriedenstellt und langfristig ans Unternehmen bindet, darüber herrscht Unsicherheit. Kurt Heller, erfahrener Marktforscher, gibt Auskunft. Seiner Ansicht nach braucht ein Unternehmen vor allem jede Menge Kundeninformationen. Entsprechend konzentriert er sich auf die Frage, wie man diese gewinnen kann. Sein Buch gleicht einem riesigen Werkzeugkasten voller Marktforschungstools – mit dem einzigen Nachteil, dass die Bedienungsanleitung fehlt. So funktioniert der vermeintliche Ratgeber zwar prima als Glossar (was heisst eigentlich Mystery-Shopping, wer betreibt Data-Mining und wofür brauche ich einen Buzz-Agenten?), wer allerdings gleich konkret loslegen möchte, dem hilft das Buch nicht direkt, sondern nur indem es weiterverweist: auf Sekundärliteratur, einschlägige Webseiten und probate Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der Kundenanalyse.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 6
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| Umsetzbarkeit | 5
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| Innovationsgrad | 5
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| Stil | 7
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