Buchempfehlung


DER UBS-CRASH
Wie eine Grossbank Milliarden verspielteVon Lukas Hässig
Hoffmann und Campe © 2009, 223 Seiten
Take-aways
- Die UBS, die als sicherste Bank der Welt galt, geriet 2008 an den Rand des Zusammenbruchs.
- Ab dem Jahr 2000 war sie zu einem der grössten Mitspieler im Investmentbanking aufgestiegen und nahm immer höhere Risiken in Kauf.
- Sie mischte im Handel mit Subprime-Papieren mit und heizte den Markt selber an.
- Nach aussen vertrat sie weiterhin das Image einer risikoscheuen, vorsichtigen Bank.
- UBS-interne Risikoanalysten sahen das Debakel bereits 2002 kommen.
- Im Management läuteten jedoch keine Alarmglocken, nicht mal, als ein Hedgefonds der UBS, der zuvor Milliarden abgeworfen hatte, plötzlich geschlossen werden musste.
- Erst als 2007 der US-Hypothekenmarkt zusammenbrach, wurde klar, in welchen Schwierigkeiten sich die UBS befand.
- Beinahe zeitgleich kam es zum Debakel in den USA: Die UBS wurde vor Gericht gezerrt.
- Sie musste das US-Private-Banking einstellen und Kundendaten herausgeben.Der Schweizer Staat und die Nationalbank mussten die UBS mit rund 68 Milliarden Franken vor dem Aus retten.
Empfehlung
Spannend wie ein Krimi: Dieses Urteil trifft hier wirklich mal zu. Wer an der jüngeren Geschichte der gebeutelten Grossbank interessiert ist, wird das Buch so schnell nicht aus der Hand legen. Lukas Hässigs Rekons-truktion des Debakels ist sorgfältig und detailreich. Ein leises Schauern durchfährt einen, wenn klar wird, wie lange die UBS-Lenker von den waghalsigen Risiken, die ihre Bank einging, gewusst haben müssen. An unternehmerisches Pech will man nach der Innenansicht dieses Finanzdebakels jedenfalls nicht mehr richtig glauben. Für Hässig ist der Fall klar: Die UBS hat ihren tiefen Fall der Geldgier und den Fehlentscheidungen des Führungsteams zu verdanken. getAbstract empfiehlt das Buch allen UBS-Kunden ebenso wie Mitarbeitern der Bank – und allen, die deren Rolle in der weltweiten Finanzkrise besser verstehen möchten.Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 8 |
| Umsetzbarkeit | 7 |
| Innovationsgrad | 9 |
| Stil | 9 |

HR-PR: PERSONALARBEIT UND PUBLIC RELATIONS
Erfolgreiche Strategien und PraxisbeispieleVon Manfred Böcker, Bernhard Schelenz (Hg.)
Publicis © 2008, 142 Seiten
Take-aways
- Unter HR-PR versteht man die Kommunikation von Personalthemen und Geschichten aus dem Arbeitsleben gegenüber Journalisten.
- HR-PR ist Imagepflege, und damit wichtiger Bestandteil des Personalmarketings.
- Nur wenige Unternehmen nutzen diese Möglichkeit professionell.
- Ein redaktioneller Beitrag ist glaubwürdiger und wertvoller als eine bezahlte Kampagne.
- Gute PR setzt auf gute Geschichten; die damit transportierten
Inhalte müssen relevant sein. - Fragen Sie sich, was Sie besser machen als andere Unternehmen, wenn es zum Beispiel um Weiterbildung, Frauenförderung oder die Integration von älteren Mitarbeitern geht.
- Legen Sie die Verantwortlichkeiten klar fest, auf Personal- wie auf PR-Seite.
- Planen Sie interessante HR-Themen und Geschichten im Voraus.
Die wichtigsten Mittel der HR-PR sind Pressemeldungen, -konferenzen und -mappen, Mitarbeiterzeitschriften und die persönliche Ansprache von Journalisten.
Empfehlung
Begriffe wie “Personalmarketing” und “HR-PR” versprechen Unternehmen einen Ausweg aus ihrem Fachkräftemangel. In der Praxis dominiert allerdings weiterhin die gute alte Personalwerbung, also Stellenanzeigen, Jobmessen und Hochglanzbroschüren. Manfred Böcker und Bernhard Schelenz versammeln in ihrem Buch Autoren aller beteiligten Disziplinen – Personalverantwortliche ebenso wie PR-Spezialisten und Journalisten –, um zu zeigen, worum es bei HR-PR geht: der Öffentlichkeit von der Arbeitswelt im Unternehmen zu erzählen und das Arbeitgeberimage als Produkt marktgerecht zu gestalten. Auch wenn sich hinter dem Branchen-Jargon gelegentlich Selbstverständlichkeiten verstecken: Das Buch kann helfen, die Kommunikation von Personalangelegenheiten und sogar die Personalarbeit selbst zu verbessern, glaubt getAbstract. Interessant ist es für Personalverantwortliche und ihre Ansprechpartner in PR und Journalismus.Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 8 |
| Umsetzbarkeit | 8 |
| Innovationsgrad | 9 |
| Stil | 7 |


