Buchempfehlung


Das Edison-Prinzip
Der genial einfache Weg zu erfolgreichenIdeen
Von Jens-Uwe Meyer
Campus © 2008
207 Seiten
Take-aways
- Thomas Alva Edison, der Erfinder der Glühbirne, sah sich nicht als Genie.
- Edisons Ansicht nach ist Kreativität keine Begabung, sondern eine erlernbare Fähigkeit.
- Schulen Sie Ihre Kreativität mit dem Edison-Prinzip: Er folgschancen erkennen, Denkautobahn verlassen, Inspirationen suchen, Spannung erzeugen, Ordnen und Optimieren, Nutzen maximieren.
- Gehen Sie von Problemen aus: Womit haben wir im täglichen Leben zu kämpfen?
- Geben Sie gewohnte Denkmuster auf. Aktivieren Sie durch Assoziieren oder andere Techniken die Kreativität Ihres Gehirns.
- Wenden Sie Edisons Kaleidoskopdenken an: Kombinieren Sie E inzelteile, Materialien oder Lösungswege neu.
- Legen Sie eine “Unmöglich!-Liste” an: Ein Reiseveranstalter zum Beispiel wird keine Trips in Katastrophengebiete anbieten wollen, aber vielleicht inspiriert ihn das zu Vulkan-Reisen.
- Halten Sie nicht an Ideen fest, die sich nicht bewähren. Die nächste kommt bestimmt.
- Sehen Sie Fehlschläge als eine Möglichkeit an, Ihre Ideen weiterzuentwickeln.
- Kündigen Sie an, demnächst neue Ideen zu präsentieren. So setzen Sie sich selbst unter Druck - das fördert die Kreativität.
Empfehlung
Thomas Alva Edison war ein genialer Kopf. Neben bahnbrechenden Erfindungenwie der Glühbirne oder dem Phonographen hat er zahlreiche
weitere Dinge entwickelt oder verbessert. Meist war er damit seiner Zeit
weit voraus. Ein kreativer Mensch also, der vor innovativen Ideen nur so
strotzte. Doch Edison sah sich nicht etwa als einzigartiges Ausnahmetalent,
sondern er nutzte eine ausgeklügelte Strategie, um zu neuen Ideen
zu kommen und sie dann auch erfolgreich zu vermarkten, erklärt Jens-
Uwe Meyer. In seinem Buch “Das Edison-Prinzip” entwickelt der Autor
ein Kreativitätsprinzip, das sich an der Arbeitsweise des berühmten Amerikaners
orientiert, und gibt Tipps, wie man es im Arbeitsalltag konkret
umsetzt. Das Buch ist sehr praxisnah geschrieben, flüssig zu lesen und
ebenso übersichtlich wie ansprechend gestaltet. getAbstract empfiehlt
es allen, die in einem vermeintlich grauen Arbeitsalltag festsitzen und
darauf warten, dass ihnen ein Licht aufgeht.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 8 |
| Umsetzbarkeit | 9
|
| Innovationsgrad | 5
|
| Stil | 9 |

Das Ende der Fi nanzmärkte –
und deren Zukunft
Die heutige Finanzkrise undwas sie bedeutet
Von George Soros
FinanzBuch © 2008
174 Seiten
Take-aways
- Die Finanzkrise von 2008 ist das Ergebnis falscher Annahmen über das Funktionieren der Märkte.
- Die auslösende Immobilienblase ist Teil einer Superblase, die sich während der vergangenen 25 Jahre gebildet hat.
- Die Superblase basiert auf drei Trends: Kreditexpansion, Globalisierung und Marktfundamentalismus.
- Den Grundstein legte die Fehlannahme, Märkte könnten sich selbst regulieren.
- E in sich selbst regulierender Markt bräuchte unabhängige Marktteilnehmer mit vollständigem Wissen.
- Marktteilnehmer beobachten die Märkte aber nicht nur, sie beeinflussen sie auch.
- Es entsteht eine reflexive Situation: Zu den Fakten gesellen sich Erwartungen und Absichten.
- Von “Wissen” kann man in dieser Situation nicht mehr sprechen.
- Jeder Markt entwickelt sich individuell; diese Entwicklung muss mit dem bisher Gewesenen nichts zu tun haben.
- Der Staat darf Märkte nicht sich selbst überlassen. Sie müssen massvoll reguliert werden.
Empfehlung
Kaum jemanden dürfte die Finanzkrise weniger überrascht haben alsStar-Investor George Soros. Seit Langem schon predigt er, untermauert
von seiner eigenen Reflexivitätstheorie, dass sich die Finanzmärkte
mitnichten auf ein G leichgewicht zubewegen, wie es die klassische
ökonomische Theorie lehrt. Bis die Immobilienblase als Teil einer
Superblase offensichtlich wurde, belächelte die marktfundamentalistische
Fachwelt Soros’ Theorie der regulierungsbedürftigen Märkte.
Jetzt scheint ihm die Wirklichkeit recht zu geben. Das Buch führt dem
Leser äusserst fundiert und verständlich vor Augen, wie sich diese Blase
zur weltweiten Finanzkrise auswachsen konnte. Es liest sich leicht,
weil Soros volkswir tschaftliche Zusammenhänge so gut erklären kann,
dass sie auch von Laien verstanden werden. getAbstract empfiehlt die
erhellende Lektüre (Hobby-)Investoren, die beim Crash aus allen Wolken
gefallen sind – und allen, die staatliche Regulierungen bislang aus
Prinzip strikt abgelehnt haben.
Rating (bester Wert 10)
| Gesamt-Rating | 8 |
| Umsetzbarkeit | 9
|
| Innovationsgrad | 7
|
| Stil | 8
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