Buchempfehlung


 

Warum Sie diesmal wirklich keine Weihnachtsgeschenke kaufen sollten


Joel Waldfogel
Kunstmann 2011, 191 Seiten






Take-aways

  • Weihnachtsgeschenke haben für die Beschenkten selten denselben Wer t wie für den Käufer.
  • Das liegt oft daran, dass sich Schenker und Beschenkter zu schlecht kennen.
  • Statt auf das Geschenk zu verzichten, schenkt man dann irgendetwas, was Unzufriedenheit erzeugt.
  • Obwohl Weihnachtsgeschenke so selten zufrieden machen, besteht die Geschenktradition länder- und religionsübergreifend.
  • Zur Weihnachtszeit werden jährlich Milliarden von Dollar an Wert vernichtet.
  • Zwar ist das Schenken zu Weihnachten eine alte Tradition, aber die Ausgaben dafür sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
  • Während für Weihnachtsgeschenke früher gespar t wurde, macht man heute dafür Schulden.
  • Klug wäre es, Bargeld zu schenken. Solche Geschenke haben aber einen schlechten Ruf.
  • Andere sinnvolle Alternativen sind Gutscheine oder Spendenkar ten.
  • Geschäfte sollten verpflichtet werden, die Beträge ver fallener Gutscheine an Hilfsorganisationen zu spenden.


     

Empfehlung

So amüsant der Buchtitel auch klingen mag: In diesem schlanken Band geht es um knallhar te Wir tschaftsfakten, um Zahlen und Daten. Autor Joel Waldfogel analysier t zahlreiche Erhebungen und Studien rund um die Themen Weihnachten und Konsum. Statistiker werden ihre helle Freude daran haben, für alle anderen könnte das Büchlein zum Stimmungskiller werden: Ob man will oder nicht, man bekommt ein besseres Verständnis dafür, was das Schenken für die Wir tschaft bedeutet – und wie überflüssig es speziell zu Weihnachten ist. Waldfogels Überlegungen werden selbst glühende Anhänger des weihnachtlichen Schenkens ernüchtern, aber immerhin war tet er auch mit ein paar guten Alternativen auf. getAbstract empfiehlt das ketzerische Buch allen, die noch auf der Suche nach einem schlauen Geschenk sind – obwohl sie doch eigentlich damit aufhören wollten.


Rating (bester Wert 10)

Gesamt-Rating                          
       8
Umsetzbarkeit 6
Innovationsgrad  9
Stil  9



 

Rufmord im Internet


So können sich Firmen, Institutionen und Privatpersonen wehren

Christian Scherg
Ambition 2011, 199 Seiten






Take-aways

  • Halten Sie sich im Internet prinzipiell bedeckt mit persönlichen Informationen.
  • Beherzigen Sie zwei Grundsätze: Aufpassen und Vorsorgen.
  • Behandeln Sie Ihr virtuelles Gegenüber stets mit Respekt.
  • Ihr Unternehmen sollte zeigen, dass seine Werte auch gelebt werden. Damit beugen Sie übler Nachrede vor.
  • Analysieren Sie die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens. Legen Sie sich für die Schwächen bereits jetzt Kommunikationsstrategien in die Schublade.
  • Führen Sie auf allen internen und externen Kommunikationskanälen selbst das Wort.
  • Überprüfen Sie laufend, welche Gerüchte online über Sie verbreitet werden.
  • Wenn der Ernstfall eintritt: Analysieren Sie den Angriff, entwickeln Sie eine Strategie und beobachten Sie die Umsetzung.
  • Eine Ihrer ersten Massnahmen: Verdrängen Sie die negativen Schlagzeilen von den ersten Seiten der Suchmaschinen durch eigene, positive Berichte.
  • Klären Sie mit einem international versierten Rechtsanwalt, welche rechtlichen Schritte Sie zu welchen Kosten einleiten können.


     

Empfehlung

«The internet? I don’t go there», hat Bob Dylan angeblich mal gesagt – der Ort sei ihm zu gefährlich. Nun mag der alte Barde etwas übervorsichtig geworden sein, aber ganz Unrecht hat er nicht. Gerade wer im Netz geschäftliche Interessen vertritt, muss gehörig aufpassen. Christian Schergs Tipps und Tricks, wie man dem Rufmord im Internet vorbeugen kann, sind sowohl für Privatpersonen wie auch für Unternehmen nützlich. Das Buch lebt in den ersten zwei Dritteln von vielen Praxisbeispielen, die es unterhaltsam und spannend machen. Erst im letzten Drittel bündelt Christian Scherg die Erkenntnisse aus den Beispielen und seiner eigenen Arbeit. getAbstract empfiehlt den Ratgeber insbesondere Kommunikationsfachleuten, die sich noch nicht mit der Materie befasst haben oder ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Das Buch beweist: Eine virtuelle Rufschädigung kann beinahe jeden treffen.


Rating (bester Wert 10)

Gesamt-Rating                          
       7
Umsetzbarkeit 7
Innovationsgrad  7
Stil  7



 
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Mittwoch, 28. März 2012
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Autoren: Prof. Dr. Torsten Tomczak, Benjamin von Walter, Prof. Dr. Sven Henkel